Collage mit Kassenzettel und gestikulierenden Händen

Jahresabschluss

Die Unterstützung weitreichender Maßnahmen im Rahmen der Digitalisierung der hessischen Landesverwaltung und die in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stehenden Auswirkungen haben den Geschäftsverlauf der HZD im Jahre 2021 bestimmt.

Der rasant wachsende Trend, die IT-Arbeitsplätze der Landesmitarbeiterinnen und -mitarbeiter mobil zu gestalten, setzt sich weiter fort. Immer mehr Ressorts nutzen die Möglichkeit, bei einem anstehenden Austausch der Arbeitsplatzrechner leistungsstarke, mobile HessenPC-Endgeräte auszuwählen, die neben der Flexibilität des Arbeitens auch ein breites Spektrum an Onlinekonferenzwerkzeugen eröffnen. Diese bessere Ausstattung ist mit einem hohen Investitionsvolumen verbunden. In 2021 investierte die HZD von ihrem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von 44.678 TEUR rund 63 Prozent in die Ausstattung der Ressorts mit HessenPC- Clienthardware. Eine Investition, die sich für die hessische Landesverwaltung unmittelbar auszahlt.

Auswirkungen der digitalen Transformation

Es ist mittlerweile gängige Praxis, dienststellenübergreifend Meetings per HessenConnect oder Fortbildungen mit vitero oder Big- Bluebotton in digitalen Formaten abzuhalten und auf Reisen zu verzichten. Die von der HZD zur Verfügung gestellten Plattformen SharePoint und HessenDrive ergänzen das Angebot digitaler Austauschformate und ermöglichen schnelle und effiziente Abstimmungsprozesse über die eigene Dienststelle hinaus. Neben Kommunikationsmitteln, Informations- und Datenaustausch sind inzwischen eine Vielzahl von Prozessen innerhalb der hessischen Landesverwaltung vollständig digitalisiert. Die digitale Transformation ist – beschleunigt durch die pandemische Lage seit 2020 – unmittelbar für jede Beschäftigte und jeden Beschäftigten spürbar und verändert im positiven Sinne das Arbeitsverhalten. Mittel- und langfristig wird die Digitalisierung zu merklichen Zeit- und Geldersparnissen führen, auch wenn hierfür zum Teil hohe Anlaufkosten in Kauf genommen werden müssen.

Diese Veränderungsprozesse sind auch bei der Einführung der Cloud-Technologie im Rechenzentrum der HZD zu beobachten. Um die Anforderungen aus der Digitalen Strategie Hessen in die Praxis umzusetzen und bis 2025 zum zentralen Partner für die Bereitstellung von Cloud-Services werden zu können, muss die Architektur der IT-Infrastruktur der HZD verändert werden. Ziel ist es, den Kunden auf der Grundlage eines Multi-Cloud-Ansatzes bedarfsgerechte Lösungen bereitstellen zu können. Um neuen Kunden und Kooperationen gegenüber aufgeschlossen sein zu können, umfassen die Bemühungen auch eine Zertifizierungsstrategie für die Qualitätsmerkmale des Rechenzentrums.

Investitionen in den Transformationsprozess

Bei all diesen Entwicklungen und ihren aktuellen Vorhaben ist die HZD von Zuschüssen der hessischen Landesregierung abhängig, da der Geschäftsbetrieb eines Landesbetriebs auf Kostendeckung ausgerichtet ist. In 2021 stellte der Geschäftsbereich der Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung und das Hessische Ministerium der Finanzen insgesamt 10.746 TEUR für die weitere Digitalisierung bereit. In 2022 wurde der HZD darüber hinaus zugestanden, weitere 60 Mio. Euro in die Projekte und Investitionen zur Fortentwicklung des Landesbetriebs zu investieren. Die HZD wird die bereitgestellten Mittel wirtschaftlich einsetzen und das Vertrauen in ihre Leistungsfähigkeit als Triebfeder für die erfolgreiche Umsetzung ihrer Vorhaben nutzen.

Umsatzerlöse

Neben diesen Entwicklungen verdeutlicht sich die digitale Transformation in dem stetigen Wachstum der Umsatzerlöse der HZD, welche im Jahr 2021 ein Volumen in Höhe von rund 367.572 TEUR erreichten. An den Umsatzzahlen lässt sich der hohe Stellenwert der Informationstechnologie in den Ressorts der hessischen Landesverwaltung ablesen – sei es die Einführung und Weiterentwicklung neuer IT-Fachverfahren in den Ressorts, die Modernisierung der IT-Arbeitsplatzausstattung oder die Umstellung von Verwaltungsabläufen hin zu digitalen Prozessabläufen. Und es zeigt die wachsende Bedeutung der HZD als zentraler Full-Service-Provider und Partner der Ressorts.

Die Umsatzzahlen 2021 stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar und dokumentieren eine Umsatzsteigerung um rund 23 Prozent.

 

Verteilung der Umsatzerlöse

Rund 33.347 TEUR der Umsatzsteigerungen entfielen auf IT-Projekte, was im Wesentlichen auf die Unterstützung der HZD beim Aufbau und dem Betrieb der hessischen Impfzentren (Informationstechnologie und Support) sowie auf die Durchführung von IT-Projekten zur Digitalen Modellbehörde und zur Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes zurückzuführen ist. Bei den IT-Verfahren steigerte die HZD ihren Umsatz um rund 30.915 TEUR, wovon rund 13.399 TEUR auf das Produktportfolio HessenPC, 12.080 TEUR auf IT-Fachverfahren der Ressorts und 5.426 TEUR auf sonstige IT-Produkte entfielen. Auch bei den IT-Kommunikationsdiensten führte die Nutzung eines breiteren Spektrums an IT-Anwendungen und IT-Kommunikationsmitteln durch die Ressorts zu Umsatzerhöhungen. Für den Anstieg der Umsatzerlöse bei den externen Leistungen ist im Wesentlichen die Kooperation des Landes Hessen mit dem Freistaat Thüringen bei den steuerlichen Verfahren ausschlaggebend.

Es darf davon ausgegangen werden, dass die digitale Transformation der hessischen Landesverwaltung auch in den kommenden Jahren eine hohe Dynamik behalten und das Aufgabenspektrum der HZD weiterwachsen wird, da digitale Prozesse, deren Pflege und Weiterentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnen.  

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