HZD-Patenschaft für IT-Servicemanagement eJustice und Betriebskriterien

Vom 13. bis 14.November 2019 tagte der Arbeitskreis Justiz der Arbeitsgemeinschaft Leiter der Datenzentralen (ALD) in Fulda. Der Einladung der HZD folgten 28 Vertreterinnen und Vertreter der Datenzentralen und berieten über gemeinsame Herausforderungen in der Umsetzung und dem Betrieb der eJustice-Umgebungen der beteiligten Bundesländer.

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Arbeitskreis Justiz der ALD in Fulda
Arbeitskreis Justiz der AG Leiter der Datenzentralen (ALD) in Fulda

Der Einladung der HZD folgten 28 Vertreterinnen und Vertreter der Datenzentralen und berieten über gemeinsame Herausforderungen in der Umsetzung und dem Betrieb der eJustice-Umgebungen der beteiligten Bundesländer. Die HZD hat dabei die Patenschaft bei den Themen IT-Servicemanagement für eJustice und Betriebskriterien übernommen und diese zum Gegenstand eines intensiven Austauschs gemacht.

Unter anderem wurde dazu seitens der HZD in einem Impulsvortrag zu dem Thema „ITSM eJustice“ referiert. Verteilte Entwicklung und Einsatz von Software in mehreren Ländern erfordern länderübergreifende Supportstrukturen. Wie dies gelingen kann, wurde am Beispiel des Incident Managements im Vorhaben KONSENS vorgestellt. Hier sind die Incident Management Systeme der Länder über die sogenannte IMK-Plattform gekoppelt, sodass Störungsmeldungen medienbruchfrei und nachvollziehbar über Ländergrenzen hinweg gesteuert und bearbeitet werden können. Der Einsatz dieser Lösung für den e2-Verbund befindet sich derzeit in Vorbereitung.

Zu einem regen Austausch führte überdies ein weiterer Vortrag mit dem Titel „Von der eJustice Infrasturkturanalyse zum Bebauungsplan in der Justiz“. Das eJustice-Gesetz regelt die elektronische Kommunikation mit den Gerichtsbarkeiten sowie die Einführung der elektronischen Akte. Die Überführung des eJustice-Gesetzes in eine Fachanwendung mit hierzu geeigneter Infrastruktur stellt eine Mammutaufgabe dar. Zum Thema der Infrastruktur hat die HZD im Auftrag der IT-Stelle der hessischen Justiz ermittelt, welche Anforderungen hierfür bestehen, wie diese architektonisch abgebildet werden können und welcher Zeit- und Kostenrahmen hierfür erforderlich ist.

Nach dieser Infrastrukturanalyse wurden die Ergebnisse bereits pilotiert. Für 2020 steht nun Feinplanung und Aufbau der benötigten Infrastruktur in der geplanten Zielumgebung an, sodass die durch den eJustice-Verbund bereitgestellte e2-Fachanwendung danach in Hessen in der Fläche ausgerollt werden können wird. Der Betrieb von neuen, kritischen und komplexen Softwareprodukten erhöht stetig die Anforderungen an die Produktionseinführung.

In dem weiteren interaktiven Referat zum Thema „Kriterienliste Betrieb, Austausch best practice“ wurden die aus Produktionsbetriebssicht relevanten Verbindlichkeiten der Standard-Checkliste und die zusätzlich für e2 definierten Anforderungen vorgestellt und gemeinsam erörtert. Dieses Thema war letztlich für alle Teilnehmer von derart großem Interesse, dass gemeinsam der Vorschlag zur Einrichtung einer entsprechenden Unterarbeitsgruppe gefasst wurde.

Insgesamt war die Tagung geprägt durch einen sehr offenen Erfahrungsaustausch, der zum nächsten Treffen im März 2020 fortgesetzt werden wird.

Ansprechpartner
Kontakt: Manuel Milani
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0611 340-1506
Fax: 0611 340-1150
E-Mail: pressestelle@hzd.hessen.de

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