Das SMARTE Konzept des HMdF

Mit seiner Flexibilisierungsstrategie stellt das Hessische Ministerium für Finanzen die Weichen für die Steuerbehörde von morgen. In einem Gespräch mit dem HZD-Kundenmagazin INFORM erläutert Michael Hohmann, der Leiter der Zentralabteilung, wie sich die Modernisierung schon heute auszahlt.

HZD-Website_Inform_4-20_Hohmann-Interview_Hohmann, Michael_06.jpg

Interviewpartner von IMFORM: Michael Hohmann vom HMdF
Michael Hohmann vom HMdF im Gespräch mit INFORM

Michael Hohmann leitet im Finanzministerium die Zentralabteilung und verantwortet in dieser Position die Organisation der rund 15.000 Beschäftigten im Geschäftsbereich. Mit INFORM sprach er über die Modernisierung der Steuerverwaltung und insbesondere über die Rolle der Digitalisierung bei der geplanten Flexibilisierung der Arbeitsmodelle. Mit seinen Antworten auf drei der Interviewfragen spannt er den Bogen zwischen dem Aufholprozess in der jüngsten Vergangenheit, der gegenwärtigen Situation im Lockdown-Modus und dem Arbeitsmodell der Zukunft. Sein Resümee: „Die IT hilft uns nicht nur, sie führt uns inzwischen.“

INFORM: Mit dem Vorhaben SMART geht die Steuerverwaltung in Hessen zum Teil völlig neue Wege und arbeitet dafür eng mit der HZD zusammen. Welche Rolle spielt die Digitalisierung für den Erfolg von SMART?

Hohmann: Wir nutzen mit den SMART-Maßnahmenpaketen die Möglichkeiten, die uns die IT bietet, um sowohl organisatorische Verbesserungen als auch Erleichterungen für die Beschäftigten zu erreichen. Die Verbesserungen durch die SMART-Maßnahmen für unzählige Kolleginnen und Kollegen sind schlussendlich nur dank der IT so gut und auch so schnell möglich. Nicht überraschend, dass Joachim Kaiser einer der ersten Gesprächspartner für mich in der Erarbeitung der SMART-Maßnahmen gewesen ist.

INFORM: Corona-bedingt ist das Finanzressort so flexibel wie nie im Hinblick auf den Arbeitsort und die Arbeitszeiten der Bediensteten. Wie ist das gelungen?

Hohmann: Ein wesentlicher Erfolgsfaktor, um während des Lockdowns und in den Folgemonaten überhaupt so flexibel reagieren zu können, war die HZD. Uns allen ist deutlich geworden: Voll digitalisierte Prozesse allein reichen nicht. Wir müssen auch bei der Hardware in der Lage sein, Beschäftigte so auszustatten, dass sie tatsächlich von zuhause aus arbeiten können. Das hat die HZD in kürzester Zeit bewerkstelligt – genauso wie den Ausbau der erforderlichen Netzkapazitäten. So konnten wir beispielsweise in der Steuerverwaltung den Anteil derjenigen, die von zuhause aus arbeiteten, von nicht einmal zehn Prozent auf über 40 Prozent erhöhen und damit auch dem Gesundheitsschutz und der Fürsorgepflicht Rechnung tragen.

INFORM: Mit der AG Flexibilisierung arbeitet der Geschäftsbereich seit neustem am Arbeitsmodell der Zukunft. Können Sie kurz darstellen, worum es genau geht? 

Hohmann: Die AG Flexibilisierung arbeitet daran, die dauerhaften Rahmenbedingungen hinsichtlich der Flexibilität von Arbeitszeit und Arbeitsort zu setzen. Wir müssen überlegen, wie wir Flexibilität und die Interessen des Arbeitgebers bestmöglich miteinander vereinbaren können – auch jenseits der Coronakrise und mit Anspruch auf Dauerhaftigkeit. Beispielsweise konnten wir im Frühjahr Corona-bedingt die Ausbildung an vielen Stellen im Geschäftsbereich nicht mehr mit dem sonst üblichen Anspruch verwirklichen. Das war für diese Phase in Ordnung, ist aber kein dauerhaft akzeptables Modell. Es gibt auch Kolleginnen und Kollegen, die angesichts ihres Arbeitsbereiches gar nicht besonders flexibel arbeiten können. Auch das Thema Gerechtigkeit spielt daher eine wichtige Rolle. Viele Bedarfe und Bedürfnisse in Balance zu bringen und dafür eine Lösung für die Zeit nach Corona zu finden, sind die Aufgaben der AG Flexibilisierung.

> Das komplette Interview mit Michael Hohmann lesen Sie in der INFORM 4/20.

Ansprechpartner
Kontakt: Manuel Milani
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0611 340-1506
Fax: 0611 340-1150
E-Mail: pressestelle@hzd.hessen.de

SERVICE

Hessen-Suche