Cyber Competence Center "Hessen3C" eröffnet

Im Kampf gegen Cyberattacken und Online-Kriminalität bündelt Hessen die Kompetenzen von Polizei, Verfassungsschutz und Verwaltung, um das Computernetz des Landes – und damit auch die Daten von Bürgerinnen und Bürgern – bestmöglich zu schützen. Hessens Innenminister Peter Beuth hat am Montag, dem 8. April 2019, das Hessen Cyber Competence Center (Hessen3C) in den neu bezogenen Räumlichkeiten auf dem Gelände des Polizeipräsidiums Westhessen offiziell eröffnet. Die HZD steht dabei den hessischen Sicherheits-Experten mit ihrem Knowhow als verlässlicher Partner zur Seite.

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Eröffnung Hessen3C
Hessen3C - Die HZD steuert sicherheitsrelevante Informationen über die IT-Infrastruktur der Hessischen Landesverwaltung bei. V.l.: Dr. Arno Domack, Leitung Informationssicherheitsmanagement, und Direktor Joachim Kaiser am Informationsstand der HZD

Im neuen Hessen3C arbeiten bereits jetzt rund 20 IT-Spezialisten aus Verwaltung, Polizei und Verfassungsschutz Seite an Seite – auch als Ansprechpartner für Städte und Gemeinden, kleine wie mittlere Betriebe und für Unternehmen der kritischen Infrastrukturen wie Stromversorger, Krankenhäuser oder Wasserwerke. Noch bis Ende dieses Jahres soll der Personalbestand auf 50 Mitarbeiter wachsen, bis ins Jahr 2021 sogar auf rund 100 Beschäftigte, die in den Bereichen Cybercrime, Cybersecurity und Cyberintelligence ihre Expertise bündeln. Das zudem neu geschaffene „Mobile Incident Response Team“ (MIRT) unterstützt im Falle eines Cyberangriffes auch landesweit vor Ort.

 „Ab sofort ist Hessen3C die zentrale Cyber-Sicherheits-Einheit in unserem Land. In einer immer stärker vernetzten virtuellen Welt sind wir auf smarte Behörden angewiesen, die frühzeitig Bedrohungen erkennen und unsere Daten vor Manipulation oder Spionage schützen. Oberstes Ziel unserer IT-Spezialisten ist es, Cyberangriffe zu verhindern. Dafür können unsere Fachleute genauso auf die Expertise von Polizei und Verfassungsschutz setzen, wie auch auf den Austausch mit Wissenschaft und Forschung in Hessen. Wir werden Hessen3C zu einer innovativen und leistungsstarken Denkfabrik ausbauen“, so Staatsminister Beuth bei seiner ausführlichen Eröffnungsrede.

Beim anschließenden Rundgang durch die neuen Räume im Erdgeschoss informierte sich Beuth auch bei allen Kooperationspartnern des Hessen3C, die dazu beitragen, das Kompetenzzentrum 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche in Bereitschaft zu halten. Am Präsentationsstand der HZD tauschte sich der Minister auch intensiv mit Direktor Joachim Kaiser und dem Technischen Direktor Thomas Kaspar sowie Dr. Arno Domack (Leitung Informationssicherheitsmanagement) und Ilona Holderbaum (Programmleitung „Optimierung der Informationssicherheit“) aus. Die HZD steuert sicherheitsrelevante Informationen über die IT-Infrastruktur der Hessischen Landesverwaltung bei, die für eine Beurteilung des IT-Lagebildes von Bedeutung sind und in Form eines Cybersecurity-Dashboards dargestellt werden. Es handelt sich dabei um sogenannte Indikatoren, die frühzeitig auf einen möglichen Cyberangriff hinweisen können. Auf dieser Grundlage können bei Bedarf effiziente Gegenmaßnahmen eingeleitet und so Infrastrukturen geschützt werden.

Thomas Kaspar: "Die Zahl der Cyberattacken ist in den letzten Jahren exorbitant gewachsen. Betroffen davon ist natürlich auch das Landesnetz in Hessen. Der Löwenanteil dieser Angriffe wird durch die bewährten Sicherheits-Systeme der HZD abgewehrt. Darüber hinaus ist die Kompetenzbündelung zwischen Polizei, CERT-Hessen, Landesamt für Verfassungsschutz mit der organisationsübergreifenden Bereitstellung von Dienstleistungen ein wichtiger zukunftsweisender Schritt. Die HZD wird die Cyber-Sicherheitseinheit Hessen3C mit ihrer Fachkompetenz konsequent unterstützen und ihren Beitrag dafür leisten, dass hessische Daten weiterhin bestmöglich geschützt werden."

Ansprechpartner
Kontakt: Manuel Milani
Leiter der Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 0611 340-1506
Fax: 0611 340-1150
E-Mail: pressestelle@hzd.hessen.de

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