Neue IT-Genossenschaft KOPIT eG

Die HZD, als Vertretung für das Land Hessen, die ekom21 und die Goethe Universität Frankfurt haben am 18.06.2015 eine neue IT-Kooperationsplattform für öffentliche Auftraggeber gegründet.

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Die Gründungsmitglieder der KOPIT eG
v.l.: Finanzminister und CIO Dr. Thomas Schäfer, Bertram Huke (ekom21 - KGRZ Hessen), Joachim Kaiser (HZD), Gerhard Schultheiß (ekom21 - KGRZ Hessen), Dr. Johann Schweinitz (HZD), Prof. Dr. Enrico Schleiff (Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt)

Die fortschreitende technologische Entwicklung und die zunehmende Etablierung des digitalen Verwaltungshandelns (E-Government) erfordern zwischen den öffentlichen IT-Trägern neue Formen der Zusammenarbeit. Aus diesem Grund wurde heute in Wiesbaden die KOPIT eG (Kooperationsplattform IT öffentliche Auftraggeber) gegründet. Die neue eingetragene Gesellschaft soll zukünftig die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie zwischen dem Land Hessen, den hessischen Kommunalverwaltungen, den Universitäten sowie weiteren öffentlich rechtlichen Institutionen fördern. Gründungsmitglieder der KOPIT eG sind das Land Hessen, vertreten durch die HZD, die ekom21 – KGRZ Hessen (Körperschaft des öffentlichen Rechts) und die Goethe Universität Frankfurt am Main.
 

„Aufgabe der Genossenschaft ist die gemeinsame Beschaffung von Hard- und Software sowie IT-Dienstleistungen aller Art“, berichtete Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, der zugleich Chief Information Officer (CIO) und Bevollmächtigter für E-Government und Informationstechnologie des Landes ist. Schäfer erklärte weiter: „Die neue Gesellschaft schaut im Einzelnen, welchen Bedarf ihre Mitglieder haben und ob es dann vorteilhafter ist, eine gemeinsame Anschaffung zu tätigen. Anschließend führt sie auch die Vergabeverfahren für ihre Mitglieder durch. Weitere Leistungen und gemeinsame Aktivitäten der Mitglieder sollen entwickelt werden. Die KOPIT eG wird darüber hinaus auch als Plattform zum Erfahrungsaustausch und Transfer von Informationen und Wissen rund um die Informationstechnologie dienen.“
 

Hessens Finanzminister und CIO zeigte sich von den Vorteilen, die eine derartige Gesellschaft mit sich bringt, überzeugt: „Die KOPIT soll Zeit und Geld sparen. Unser Ziel ist es, zukünftige IT-Koopera­tionen über die Verwaltungsebenen hinweg, ohne die üblicherweise langwierigen Entscheidungsprozesse und komplexen Organisations- und Finanzierungsfragen, noch effektiver und wirtschaftlicher realisieren zu können. Der Nutzen für die KOPIT-Mitglieder liegt u.a. in der zu erwartenden Reduzierung von Beschaffungspreisen bei IT-Produkten bzw. -Dienstleistungen.“

Die föderale Struktur von Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene bringt eine Vielzahl von IT-Providern mit ähnlichen Aufgaben und Anforderungen hervor. Ein Aspekt, den der Direktor der HZD, Joachim Kaiser, in seinen Ausführungen unter anderem ansprach: „Ich sehe zahlreiche Chancen, die die Gründung der KOPIT eG für das Land Hessen und die HZD bietet. Um nur drei zu nennen: Die Genossenschaft kann einen Beitrag dazu leisten, die heterogenen IT-Strukturen innerhalb des Landes zu homogenisieren und gemeinsame Standards zu setzen. Die gebündelte IT-Beschaffung der Mitglieder bringt unmittelbare wirtschaftliche Vorteile für Hessen.  Außerdem eröffnet die Kooperation neue Möglichkeiten bei der Durchführung von gemeinsamen IT-Projekten und der Entwicklung neuer IT-Verfahren und IT-Produkte im öffentlichen Bereich“, so der Direktor der HZD.
 

Bei der heutigen Gründungsversammlung und anschließenden ersten Generalversammlung der KOPIT eG im Hessischen Ministerium der Finanzen in Wiesbaden konstituierte sich auch der Vorstand, dem Bertram Huke (Direktor der ekom21– KGRZ Hessen) und Dr. Johann Schweinitz (HZD, bevollmächtigt für das Land Hessen) angehören.

 

Weitere Statements und Informationen zu den Gründungsmitgliedern finden Sie in der Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums der Finanzen.