Weiter in guten Händen: Modernisierung „schweißt“ zusammen

Herbert Guder war ein Mann der ersten Stunde in Hünfeld. Seine Erfahrungen waren ein reicher Schatz, um die Außenstelle zwischen 2012 und 2015 zu leiten.

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Herbert Guder

Nach über zwölf Jahren als Kundenberater der HZD für die hessische Justiz übertrug mir Mitte 2012 der damalige HZD-Direktor Dr. Ulrich Schmidtberg die Leitung der Ab­teilung J und der Außenstelle Hünfeld. Die Situation in der Außenstelle hatte sich verändert. Neben der Abteilung J waren durch eine Umorganisation der HZD und die damit verbundene Neuver­teilung der Aufgaben auch Bereiche der Produktionsabteilung Rechenzentrum und der Zentralabteilung entstanden. Später kam ein Teilbereich der Abtei­lung Kundenmanagement hinzu. Die Zusammenarbeit der Teams musste neugestaltet und an die Herausforderungen der jeweiligen Aufträge der Ressorts angepasst werden.

Zu Beginn des gleichen Jahres traten Veränderungen bei der hessischen Justiz in Kraft, die teilweise erheblich in die HZD, insbesondere die Abteilung J, einwirken sollten und dies auch zukünf­tig tun werden. Das Gesetz zur Errich­tung der Informationstechnik-Stelle der hessischen Justiz (IT-Stelle in Bad Vilbel) hat die Zusammenarbeit teilweise neu geregelt und erheblich intensiviert. In dem gleichen Gesetz wurde die IT-Kontrollkommission zur Wahrnehmung der Fachaufsicht verankert. Durch die Tätigkeit der IT-Kontrollkommission sind entsprechende Reaktionen, auch perso­nelle Veränderungen, in der Abteilung J erforderlich geworden. Die Leitung der Abteilung J und der Versuch, sie für die kommenden Jahre personell neu aus - zurichten, die Neugestaltung der Zusammenarbeit unterschiedlicher Abteilun­gen in der Außenstelle und die gravie­renden Veränderungen bei der Justiz waren für mich spannende Herausfor­derungen, denen ich mich sehr gerne gestellt habe.

Die Außenstelle Hünfeld hat in ihrer noch jungen Geschichte einen großen Aufschwung erlebt und sie ist ein fester Bestandteil der Stadt Hünfeld gewor­den. Sehr positiv beeinflusst wurde dieser Aufschwung durch eine umfas­sende „Modernisierungsoffensive der hessischen Justiz“, die 1999 von dem damaligen Justizminister Dr. Christean Wagner gestartet wurde. Diese Moder­nisierungsoffensive begann mit der Vollverkabelung aller Justizbehörden, einer IT-Vollausstattung, der Einführung zukunftsfähiger Justizfachanwendungen, dem Aufbau von Client/Server-Netzwerken einschließlich der erforder­lichen Kommunikationsfunktionen und der flächendeckenden Einführung von Internetauftritten der Gerichte, Staatsan­waltschaften und Justizvollzugsanstalten mit einheitlichem Design. Die Außenstel­le Hünfeld war und ist seit dieser Zeit ein sehr verlässlicher Partner der hessischen Justiz. Diese Zusammenarbeit ist im Laufe dieses Großprojektes kontinuier­lich gewachsen und sehr vertrauensvoll geworden.

Seit einigen Jahren haben mit dem Auf­bau des elektronischen Rechtsverkehrs die Herausforderungen an die HZD, speziell für die Abteilung J, sehr zuge­nommen. Insbesondere sind mit der Kooperation der Justizverwaltungen der Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Bremen und des Saarlands die Anforderungen an die Entwicklung und Realisierung der geplanten Projekte und deren betrieb­liche Umsetzung stark gestiegen. Die Erfüllung der Vorgaben des Gesetzes zur Förderung des elektronischen Rechtsverkehrs mit den Gerichten wird in den kommenden Jahren enorme Kraftanstrengungen der Justiz und HZD erfordern.

Aber beide wissen, dass es neben der Erledigung dieser neuen Aufgaben vorrangiges Ziel sein muss, die IT-Arbeitsplätze des Geschäftsbereichs des Hessischen Ministeriums der Justiz qualitativ auf dem derzeit hohen Level zu halten und wenn erforderlich zu verbes­sern. // Herbert Guder (INFORM 2/15, zum 25-jährigen Hünfeld-Jubiläum)

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