Betriebsführung nach ITIL v3

Die Einführung von Prozessen erfolgt in der HZD gemäß der IT Infrastructure Library (ITIL).

 

ITIL v3 in der HZD

 
Die HZD hat sich bereits 2002 entschieden, eine Neustrukturierung der Betriebsprozesse im Rechenzentrum der HZD auf Grundlage des Frameworks ITSM/ ITIL vorzunehmen. Basierend auf den Ergebnissen eines Reifegrad-Assessments im Jahr 2003 wurden die ITSM Prozesse „Change Management Betrieb“ sowie „Service Level Managements“ bei einem gleichzeitigen Review des „Incident Management“ mit der höchsten Priorität projektiert. Im Jahr 2006 wurde eine erneute Standortbestimmung in Form eines weiteren Assessments  vorgenommen. Im Ergebnis wurde der HZD die mit erheblicher Kraftanstrengung erworbene Fähigkeit attestiert, „dass die Erbringung von IT-Services technologisch und teilweise auch prozesstechnisch auf einem sehr hohen Qualitätsstandard angelangt ist und von qualifizierten und kompetenten Mitarbeitern ausreichend betreut wird“. Die HZD verfüge über „ein hohes Know-how, innerhalb der IT-Organisation auf Basis einer auf die HZD-Bedürfnisse angepassten, standardisierten Methodik, Implementierungen zum Thema ITIL und IT-Service Management vorzunehmen“.
 
 

ITSM 2.0

Der Startschuss für eines der weitreichendsten Modernisierungsvorhaben in der jüngeren Geschichte der HZD ist gefallen. Mit dem Projekt ITSM 2.0 macht die HZD ihre Betriebsabläufe fit für die Zukunft.

 

Aktuelle Themen wie IT-Fabrik, Automation und Cloud-Services stellen neue Anforderungen an die Skalierbarkeit der Betriebsprozesse und erfordern ein zunehmendes Maß an Standardisierung und Rationalisierung, sowohl auf der Ebene der Ablauforganisation als auch bei der Werkzeugunterstützung. Sowohl die ITSM-Prozesse, als auch das Werkzeug zu ihrer Unterstützung müssen diesen neuen Anforderungen gerecht werden. Daher werden die in der HZD seit Jahren eingeführten ITSM-Prozesse auf diese Ziele ausgerichtet und das derzeit eigenentwickelte ITSM-Werkzeug durch ein Standardprodukt (ITSM-Suite) abgelöst.

 

Mit der ITSM-Suite setzt die HZD auf eines der nachweislich führenden ITSM-Werkzeuge auf dem Markt. Damit ist gewährleistet, dass der HZD und dem Land mittel- bis langfristig ein professionelles, fachlich wie wirtschaftlich konkurrenzfähiges ITSM-Produkt zur Verfügung steht, das auch zukünftigen Entwicklungen in der Informationstechnologie Rechnung trägt.

 

Durch den Wechsel auf eine Standardsoftware profitieren die HZD und das Land von den Innovations- und Update-Zyklen eines renommierten  Softwareherstellers. Anstelle - wie heute – Neuanforderungen selbst programmieren zu müssen, bietet die ITSM-Suite weitreichende konfigurative Möglichkeiten, über die sich individuelle Anpassungen ohne große Aufwände vornehmen lassen. Auf diese Weise kann die HZD einerseits die Entwicklungskosten auf ein Minimum reduzieren und andererseits die Agilität bei den prozessualen Optimierungen (Kontinuierlicher Verbesserungsprozess) erhöhen.

 

Nicht zuletzt verspricht sich die HZD durch die Einführung einer zeitgemäßen Werkzeugunterstützung eine messbare implizite Verbesserung und Standardisierung ihrer ITSM-Prozesse und schafft damit eine essentielle Voraussetzung für die strategische Entwicklung der HZD von der DV-Manufaktur zur modernen IT-Fabrik. Eine Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsstudie kam zu dem Ergebnis, dass rund 95 Prozent der prozessualen und funktionalen Anforderungen der HZD und ihrer Kunden durch den Standard der ITSM-Suite abgedeckt sind.